Hilflos
KGR Dieter Wurst im Gemeindebrief "Unser Fenster" 1/2010
Fast jeder kennt dieses beklemmende Gefühl. Auf einen Schlag ist alles, was vorher noch so sicher schien, nicht mehr da. Ohne noch irgendeine Sicherheit zu haben spüren wir, dass die eigene Kraft nicht ausreicht, um da wieder raus zu kommen und diese Situation zu bewältigen.
Erdrückende Gedanken, Ausweglosigkeit und Angst machen sich breit, beängstigend allein schon der Gedanke daran.
Wie viele Menschen um uns herum mag es wohl geben, die eben in diesem Augenblick nicht mehr ein noch aus wissen, wie viele halten sich mit letzter Kraft über Wasser. In allen Bereichen unseres Lebens gibt es Menschen denen man anspürt, dass sie hart zu kämpfen haben und dringend Unterstützung bräuchten.
Ähnlich ging es schon Maria und Joseph auf ihrem Weg nach Bethlehem. Das Paar fand gerade noch im letzten Moment einen notdürftigen Unterschlupf vor der Geburt Jesu. Bald nach der Geburt bricht eine neue Bedrohung durch Herodes herein, der das Kind und seine Eltern vernichten will. Sie müssen aufbrechen und die Flucht nach Ägypten antreten.
Eine Chance auf Linderung solcher Ausweglosigkeiten ist die Begegnung mit mitfühlenden und helfenden Menschen, welche wie der barmherzige Samariter im Gleichnis den eigenen Weg unterbrechen und Sorge tragen für das Leben der Mitmenschen.
Bei aller Wichtigkeit vieler anstehender Aufgaben muss trotzdem immer der Blick auch den Menschen und ihrem Leben um uns herum gelten. Überall wo wir vertrauensvoll miteinander umgehen, uns gegenseitig respektieren und Liebe teilen, können wir ein Stück Himmel spüren. So wünsche ich uns für die Advents- Weihnachts- und unsere Lebenszeit, dass wir uns mutig trauen füreinander einzustehen, jeder ist gleich wichtig und auf jeden Einzelnen kommt es an, damit ein gutes Miteinander gelingen kann.
Ihr Dieter Wurst