15. März 2008: Türen beim KiBiTag für jeden offen

Schattenspiel
Von Diakonin Simone Weber
Kinder ab dem Vorschulalter bis zur 5. Klasse hatten sich mit den Mitarbeiterinnen des Kinderbibeltags versammelt, um gemeinsam einen fröhlichen Vormittag mit Spiel und Spaß, Bibel, Basteln und Action zu erleben. Das Motto lautete "Auf dem Weg nach ..." und beim Anspiel der Mitarbeiterinnen wurde schnell deutlich, um welchen Weg es ging. Da waren zwei Freunde von Jesus unterwegs in ihr Heimatdorf Emmaus, weil sie glaubten, dass ihr Weg mit Jesus zu Ende war, nachdem dieser am Kreuz gestorben war. Unterwegs gesellte sich Jesus zu ihnen, aber sie erkannten ihn nicht. Erst, als er beim Abendessen das Brot für sie brach, fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen: "Jesus lebt, er ist nicht mehr tot!" Die Kinder waren vom Schattenspiel der Mitarbeiterinnen ganz in den Bann gezogen und es war mucksmäuschenstill im Raum.
"Ein jeder kann kommen, für jeden machen wir die Türen auf, ein jeder kann kommen, wir nehmen jeden auf!" So tönte es am vergangenen Samstagvormittag munter durch das Gemeindezentrum Alte Abtei. 
Moderatorinnen
Bei den Liedern mit Bewegungen dagegen wurde es laut und fröhlich, vor allem bei der Liedstrophe, wo die Rede davon war, dass alle kommen dürfen: "Alle Großen, alle Kleinen, auch die ab und zu mal weinen, alle Starken, alle Schwache, auch die alles dreckig machen ..." Auch die Handpuppe "Luzie", die gemeinsam mit Diakonin Simone Weber durch das Programm führte, brachte die Kinder mit ihren Fragen und Sprüchen immer wieder zum Lachen.
Im Anschluss gingen die Kinder mit ihren Gruppenmitarbeiterinnen zum Spielen und Basteln rund um die biblische Geschichte. In der einen Gruppe entstanden fröhliche und traurige Gesichter als zwei Seiten einer Medaille, die man an die Zimmertür hängen kann, je nachdem, wie man sich fühlt. In einer anderen Gruppe wurde der Weg der Jünger nach Emmaus mit Steinen und Hindernissen gelegt und mit Orffschen Instrumenten dumpf und langsam begleitet. Der Rückweg nach Jerusalem dagegen wurde mit Blumen, Zweigen und lauter schönen Dingen gestaltet und mit hellen und schwungvollen Tönen untermalt, so dass der Stimmungswechsel der Jünger deutlich wurde. In einer dritten Gruppe entstand mithilfe von Fingerfarben ein Leintuch mit vielen originalen Fußspuren der Kinder.
Auf dem Weg nach Emmaus - oder zurück?
Beim Hindernisparcours im Freien konnten die Kinder die Erfahrung machen, wie es ist, sich blind auf die anderen verlassen und den Weg durch Zurufe finden zu müssen. Der Imbiss mit kleinen Fladenbroten passte ebenfalls zur Geschichte und war nach allen Spielen und Aktionen bei den Kindern sehr willkommen.
Zum Abschluss des Vormittages trafen sich nochmals alle Kinder und Mitarbeiterinnen und stellten sich gegenseitig die Bastelergebnisse aus ihren Gruppen vor. Die Älteren spielten einige Standbildszenen aus der biblischen Geschichte vor und ernteten fröhliches Gelächter für ihre Interpretation der Jünger, die noch schnell das restliche Fladenbrot essen und den Becher leer trinken, bevor sie nach Jerusalem zurück rennen und allen erzählen, dass Jesus auferstanden ist.
Am Ostermontag feierten Eltern, Kinder und Mitarbeiterinnen gemeinsam noch einen fröhlichen Familiengottesdienst, in dem die Lieder des KiBiTags nochmals erklangen und auch die Eltern das Schattenspiel zu sehen bekamen. Nach dem Gottesdienst durften alle Kinder auf der Wiese draußen noch Ostereier suchen, was sie mit viel Begeisterung taten.
Der nächste
Kinderbibeltag findet am Samstag, 21. Juni 2008, statt.
Dazu laden wir jetzt schon herzlich ein!