Bei herrlichem Sommerwetter legten 54 ökumenisch gesinnte Jakobspilger des „Oberen Murrtales“ die Etappe von Neckartailfingen (20 km, die Weitwander-gruppe) bzw. Pliezhausen (13 km, die Kurzwandergruppe) zurück. Damit hat die Pilgergruppe nun also die fünfte
Etappe von Murrhardt aus zurückgelegt und mittlerweile ist das Ganze zu einer festen Einrichtung geworden: man kennt sich, man freut sich aufeinander und manche setzen ihre Gespräche dort fort, wo sie im letzten Jahr geendet haben.
Große Freude herrschte aber auch über die, die neu dazu gekommen waren: aus Kirchenkirnberg, aus Grab und aus Fellbach.
So ist das „Jakobspilgern des Oberen Murrtales“ nun über das Murrtal hinaus gewachsen und diese Offenheit ist bestimmt zu einem „Markenzeichen“ von „offenherziger Ökumene auf dem Weg“ geworden.
Es ist vor allem das gute Zusammenspiel der Kirchengemeinden untereinander und mit dem „Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Murrhardt“, die dieses Pilger-Ereignis inzwischen zu einem Erfolgsmodell macht, bei dem sowohl die Begabungen und Ambitionen der einzelnen Beteiligten als auch das arbeitsteilige Vorgehen voll zum Tragen kommen: der Albverein (u.a. Gerhard Hörger und Gudrun Beißwenger) wandert die Strecken ab und plant die Rastplätze, Pfarrer Frank Schöpe (Kurzwandergruppe) und Bertold Burkhard (Weitwandergruppe) bieten ihrer Gruppe meditative Rast-Besinnungen, Pfarrer Jörg Schneider führt kulturell (diesmal mit Schwerpunkten im ehemaligen Schloss Einsiedel und im Kloster Bebenhausen) und Martin Stierand hat die Gesamt-Organisation in Händen.
Die Besonderheit dieser fünften Etappe lag nun vor allem in der wunderschönen Streckenführung, bei der man über weite Strecken das Alb-Panorama mit weitem Fernblick hatte, sowie reizvolle Kleinodien genießen konnte wie etwa die Martinskirche in Neckartailfingen, den Jakobus-Flügelaltar in Rübgarten und Schloss Einsiedel. Abschluss und Höhepunkt war dann das Kloster Bebenhausen, erkundet durch eine ausgiebige Führung.
Nach dem gemütlichen und schmackhaften Abschluss in der „Schlachthof-Bräu“ von Nürtingen ging es dann, nach einem erfüllten Tag, mit „Omnibus-Fritz“ zurück in die Heimat. Mit der festen Absicht, im nächsten Jahr die Etappe nach Rottenburg/Neckar miteinander zu gehen.
Martin Stierand