Januar 2010:
Zum Tod von Hans Gottfried von Stockhausen


Anfang Jahr ist im Alter 89 Jahren der Glaskünstler Professor Hans Gottfried von Stockhausen gestorben. Unsere Kirchenbesucher haben Werke von ihm vor Augen. Sie prägen die Kirchenräume durch ihre Veränderung des Lichts und durch ihre theologischen Aussagen.


Fenster Walterichskirche

Die Fenster im Chorraum der Walterichskirche


Die Fenster des Künstlers predigen in Bildern und Farben. In der Stadtkirche hat er im Ostchor einen Zyklus zu den sieben Werken der Barmherzigkeit geschaffen und Passionsmotive hineinverwoben.
 
Für die Walterichskirche hat er drei Fenster gemacht. Das kleinste zitiert das Vater Unser und bringt so den Grundtext unseres Betens zum Leuchten. In der Mitte bezieht sich das Marienfenster auf das ursprüngliche Patrozinium der Kirche – und auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes. So gesehen ist das Fenster ein Weihnachtsfenster.
 
Das andere große Werk, das jüngste, ist das Tauffenster. Professor von Stockhausen wies bei dessen  Übergabe im Januar 2008 auf die Bedeutung des Fisches hin, der Jona bewahrte und zu seiner wirklichen Bestimmung brachte. Er meinte, dass Kirchen so etwas wie in die Welt gesetzte Geborgenheit des Fischbauches seien. So wie der bewahrende Fisch Jona beim Beten umgeben  habe, so gewährten Räume wie die Walterichskirche einen inspirierenden Schutz.
 
Wir hoffen, dass in unseren Kirchen viele Menschen inspirierenden Schutz empfinden – Hans Gottfried von Stockhausens Fenster jedenfalls verkünden hier, dass Gott sich seiner Welt und seinen Menschen zuwendet und sie in seinen Händen birgt. Wir wissen, dass Hans Gottfried von Stockhausen jetzt ganz bei Gott geborgen ist.
 
www.stockhausen-glasbild.com


Fenster Stadtkirche

Aus dem Zyklus zu den sieben Werken der Barmherzigkeit in der Stadtkirche (größer durch Anklicken)