Konzeption Familienzentrum

Konzeption Familienzentrum

Inhaltsangabe

Leitbild des Familienzentrums

 

1.    Einrichtungen

1.1.       Träger

1.2.       Räumlichkeiten

 

2.    Rechtliche Grundlagen

2.1.       Aufsichtspflicht

 

3.    Betreuungszeiten

3.1.       Ferien- und Schließtage

3.2.       Gruppenanzahl / Altersgrenze

3.3.       Einzugsgebiet / Umfeld

3.4.       Personal

3.5.       Die Rolle der Erzieherin

 

4.    Vielfalt der Religion erlebbar machen

4.1.       Pädagogische Schwerpunkte

-      Begleitung und Unterstützung

-      Unser Bild vom Kind

-      Was brauchen Kinder

-      Anerkennung und Wohlbefinden

-      Die Welt entdecken und verstehen

-      sich ausdrücken

-      mit anderen leben

4.2.       Bildungsbereiche des Orientierungsplanes

-      Körper

-      Sinne

-      Sprache

-      Denken

-      Gefühl und Mitgefühl

-      Sinn, Werte, Religion

 

5.    Zusammenarbeit mit den Eltern

 

6.    Kooperationspartner

 

7.    Öffentlichkeitsarbeit

 

8.    Schlusswort des Trägers

 

 

                                                 

Leitbild

 

Die Evang. Kirchengemeinde Murrhardt betreibt das Evang. Familienzentrum  Murrhardt mit den Standorten Kindergarten Klosterhof und Kindergarten Oetingerhaus.

Die Kernaufgaben des Familienzentrums umfassen die Bereiche Betreuung, Begegnung, Bildung und Beratung.

 

Betreuung:

•          Die Betreuungsangebote im Familienzentrum orientieren

         sich am Bedarf der Familien.

•          Sie umfassen je nach Situation vor Ort Angebote für alle

         Altersgruppen (unter drei, drei bis sechs Jahre, Schulkinder).

•          Sie unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

         (z.B. Ganztagesbetreuung, kurzfristige Betreuungsmöglichkeiten,

Ferienbetreuung, Kooperation mit der Tagespflege…).

 

Begegnung:

•          Familien finden vielfältige Begegnungsmöglichkeiten, um mit anderen Familien Kontakte zu knüpfen.

•          Es gibt Raum für Familien sich mit ihren Anliegen und Stärken einzubringen und das Gemeindeleben und ihren Sozialraum mitzugestalten.

•          Beispiele: Treffpunkte für Eltern in der Einrichtung, Begegnungscafé, gemeinsame Aktivitäten mit der Kirchengemeinde…

 

Bildung und Erziehungspartnerschaft:

 

•          Im Familienzentrum wird Erziehungspartnerschaft im Alltag gelebt.

•          Niederschwellige Bildungsangebote für Familien greifen ihre Erziehungsthemen auf und werden gemeinsam mit Kooperationspartnern, wie etwa der Familienbildungsstätte, entwickelt.

•          Eine Vielfalt an Veranstaltungen (z.B. Vorträge, Elternabende, Elterngesprächskreise) schafft vielfältige Zugänge für die Familien.

 

Beratung:

•          Familien finden in vertrauter Umgebung und auf kurzen Wegen Ansprechpartner und Hilfestellung.

•          Es bestehen Kooperationen mit diakonischen Partnern, Jugendamt und/oder Beratungsstellen.

•          Je nach Bedarf wird Erziehungsberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatung oder Schuldenberatung angeboten.

•          Es finden Sprechstunden im Familienzentrum statt oder die Familien erhalten eine bedarfsorientierte Vermittlung.

 

Kinder sollen sich in unserer vorbereiteten Umgebung zu selbstständigen, toleranten und lebensfrohen Menschen entwickeln.

Die Vermittlung christlicher Werte und Grundlagen ist Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Vielfältigkeit unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen, Kulturen und Weltanschauungen sehen wir als Chance und Bereicherung.

Im Familienzentrum haben die Erziehungspartnerschaft und das Einbeziehen der Elternkompetenzen einen großen Stellenwert.

Ebenso ist uns die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern wichtig.

 

Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf - damit Familie schön bunt sein und bleiben kann.    

 

Erzieherinnenrunde am 23.01.13 mit Frau Kleinert vom Evang. Landesverband Kindertagesstätten

 

 

1.  Vorstellung der Einrichtung

 

Unser Familienzentrum lebt in zwei Kindertageseinrichtungen:

 

Kindergarten Klosterhof  VÖ 2 Gr.  U 3

Kindergarten Oetingerhaus  GT  VÖ Schulkinder  2 Gr.  U 3


Evang. Familienzentrum

 

Evang. Familienzentrum Murrhardt

Leitung: Frau Petra Ochmann

Klosterhof 14

71540 Murrhardt

Telefon: 07192 / 9319726

E-Mail:

 

Kindergarten Oetingerhaus                    Kindergarten Klosterhof

Kaiser-Ludwig-Strasse.53                      Klosterhof 14

71540 Murrhardt                                  71540 Murrhardt

Telefon: 07192 / 6716                          Tel.: 07192 93 197 25

E-Mail:                                                 E-Mail:

                            

 

1.1. Träger

Evangelische Kirchengemeinde Murrhardt

Klosterhof 10

71540 Murrhardt

Telefon: 07192 / 93197 15

E-Mail:

Homepage: www.evangelisch-in-murrhardt.de

                                                                   

1.2. Räumlichkeiten

Beide Einrichtungen des Familienzentrums sind Kindergärten, die in Murrhardt eine jahrzehntelange Tradition haben.

Der Kindergarten Klosterhof befindet sich in der Stadtmitte und  besteht aus zwei großzügigen Gruppenräumen und mehreren Nebenräumen.

Der Kindergarten  Oetingerhaus hat zwei Gruppenräume und zwei Nebenräume.

 

 Die Einrichtungen sind in Funktionsräume /- ecken aufgeteilt und bieten den Kindern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

Beide Kindergärten verfügen über einen großzügigen Gartenbereich. 

 

Aufgrund der räumlichen Situation befindet sich das Büro (mit Projektleitung)

des Familienzentrums im Kindergarten Klosterhof.

Beide Einrichtungen haben einen Informationsbereich zum Familienzentrum.

 

 

2. Rechtliche Grundlagen

 

Für unsere Arbeit in den Kindertageseinrichtungen sind folgende Gesetze Basis und Leitlinie:

§ 8a

§ 22 SGB

§ 22a SGB                            

§ 24 SGB

§ 24a SGB

(siehe Anlagen )

 

 

2.1. Aufsichtspflicht

 

Die Aufsichtspflicht beginnt mit der Übergabe des Kindes an das pädagogische Personal und endet, wenn die zur Abholung berechtigte Person das Kindergartengelände betritt.

Das pädagogische  Personal entscheidet, in welchem Rahmen  Eigenverantwortlichkeit von den Kindern übernommen werden kann (Alter, Gruppenkonstellation, Entwicklungsstand, ..)

Regeln und Rituale werden weitgehend  mit den Kindern erarbeitet und besprochen.

Bei besonderen Aktivitäten haben die Eltern die Aufsichtspflicht.

 

3. Betreuungszeiten

Das Familienzentrum bietet folgende Betreuungszeiten an:

Oetingerhaus

Verlängerte Öffnungszeiten:   Mo - Do 7.00 - 13.30 Uhr

   Fr        7.00 - 13.00 Uhr

Ganztagesbetreuung:              Mo - Fr 7.00 - 17.00 Uhr

Klosterhof

Verlängerte Öffnungszeiten:  Mo - Fr 7.30 - 13.30 Uhr

 

3.1. Ferien - und Schließtage

Das Familienzentrum hat maximal 17 Schließtage (15 Ferientage und 2 Pädagogische Tage)

im Kalenderjahr.

Die Schließzeiten erhalten alle Eltern zu Beginn des Kindegartenjahres in schriftlicher Form.

In den Sommerferien von Baden Württemberg haben die Einrichtungen abwechselnd jeweils 10 Schließtage, mit gegenseitiger Vertretung.

 

3.2. Gruppenanzahl / Altersgrenze

Unsere Kindergärten bestehen aus jeweils 2 altersgemischten Gruppen.

Wir betreuen in beiden Einrichtungen  Kinder ab dem 2. Geburtstag bis zum Schuleintritt und im Kindergarten Oetingerhaus maximal 4 Schulkinder bis zum Ende der 2. Schulklasse.

 

Aufnahmekapazität:

Kindergarten Klosterhof 44 Plätze

Kindergarten Oetingerhaus 42 Plätze

 

3.3. Einzugsgebiet / Umfeld

Die Kinder beider Einrichtungen kommen aus Murrhardt und den umliegenden Teilorten.

 

Der Kindergarten Klosterhof befindet sich im Ortskern der Stadt Murrhardt, nahe der Stadtkirche und dem Stadtpark.

 

Der Kindergarten Oetingerhaus liegt in einer Wohnsiedlung in der Weststadt. Für Kinder aus den Teilorten besteht eine Busfahrregelung.

 

Die örtlichen Grundschule, Walterichsschule und Hörschbachschule, können von beiden Kindertageseinrichtungen zu Fuß erreicht werden.

 

3.4. Personal

Kindergarten Klosterhof:

5 pädagogische Fachkräfte in Voll- / und Teilzeit

Kindergarten Oetingerhaus:

6 pädagogische Fachkräfte in Voll- / und Teilzeit

In beiden Kindergärten unterstützen Spracherzieherinnen, Praktikanten /-innen, Integrationskräfte und ehrenamtliche Mitarbeitende (Sind- und Lesepaten) das pädagogische Personal.

 

3.5. Die Rolle der Erzieherin

Die Erzieherinnennehmen die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche der Kinder und Eltern ernst und setzen sie partnerschaftlich und vertrauensvoll in der täglichen Arbeit um.

 

Die pädagogischen Fachkräfte sind BeobachterInnen, BegleiterInnen und SpielpartnerInnen der Kinder. Sie leben ihnen in Vorbildfunktion gegenseitige Achtung und Wertschätzung vor.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Rolle der Erzieherin ist die offene, respektvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern ( siehe Punkt 5 Zusammenarbeit mit den Eltern ).

Damit unsere Einrichtungen ein Ort qualitätsorientierter Pädagogik bleiben, erweitern die Erzieherinnen ihr Fachwissen und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil.

 

Das Fortschreiben des Qualitätshandbuches geschieht in regelmäßiger Zusammenarbeit mit den kommunalen und freien Kindertageseinrichtungen der Stadt Murrhardt.

Das Qualitätshandbuch legt Qualitätsmerkmale fest und beschreibt die Prozesse im Rahmen der Kindergartenarbeit, z.B. Beschwerdemanagement, Anmelde-/Aufnahmeverfahren, etc.

 

Das Handbuch ist in beiden Einrichtungen Standard, wird laufend evaluiert und ist jederzeit für die Eltern einsehbar.

 

 

4. Vielfalt von Religionen erlebbar machen

Im  Evangelischen Familienzentrum ist die religiöse Erziehung ein  wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit.

Feste und Feiern, z.B. Mitgestaltung von Familiengottesdiensten, Erntedankfest,... des kirchlichen Jahres werden von uns gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und gefeiert.

 

Ein fester Bestandteil des Wochenprogramms ist der Kindergartengottesdienst, den die Einrichtungen  gemeinsam  in der Evang. Stadtkirche besuchen.

Die Gestaltung des Kindergartengottesdienstes  übernimmt abwechselnd das Pfarrkollegium der Kirchengemeinde.

 

Das Evangelische Familienzentrum wird von Kindern und Eltern mit unterschiedlichen

ethnischen und kulturellen Hintergründen besucht.

Religiöser Glaube wird hier für die Kinder in einer großen Vielfalt erlebbar.

Eine achtende und wertschätzende Haltung gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen ist uns wichtig.

 

4.1. Pädagogische Schwerpunkte

 „Erzähl mir etwas und ich vergesse es. Zeige mir etwas und ich erinnere    mich. Lass es mich tun und ich verstehe.“                  (Konfuzius)

 

Begleitung und Unterstützung

Jedes uns anvertraute Kind ist einzigartig. Es soll Akteur seiner eigenen Entwicklung sein.

Wir sehen uns als Moderatoren, bieten Hilfestellungen, verschiedene Anregungen und Möglichkeiten, damit sich die Kinder frei und eigenverantwortlich entwickeln können.

 

Unser Bild vom Kind

Kinder sind etwas Besonderes, sie sind Geschenke Gottes.

Wir sehen in jedem Kind ein Individuum mit eigener Persönlichkeit.

Unser Interesse ist es, Kinder an ihrem jeweiligen Entwicklungsstand abzuholen und ihnen Zeit, Möglichkeit und Unterstützung zur individuellen Entwicklung zu bieten.

 

Was brauchen unsere Kinder

Unsere Kinder brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit, eine anregende und strukturierte Umgebung. Rituale, Freiräume und Grenzen, so wie viele Angebote zur Bewegung strukturieren den Tagesablauf.

Die Erzieherinnen begegnen den Kindern authentisch und ehrlich. Unsere Haltung ist geprägt von Lob, Ermutigung, Verständnis und Zuneigung.

 

Anerkennung und Wohlbefinden

In unserer Tageseinrichtungen ist uns wichtig, dass sich die Kinder geborgen, angenommen und zugehörig fühlen.

Dies geschieht durch respektvollen Umgang miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme.

 

Die Welt entdecken und verstehen

Kinder bringen in hohem Maße Eigenmotivation mit.  Sie sind von Natur aus gespannt und neugierig auf die Welt und wollen mit allen Sinnen angesprochen werden. Wir geben Ihnen Gelegenheiten um eigene Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu sammeln, positive wie auch negative, Emotionen auszuleben und mit der Zeit vom „Ich“ zum „Du“ zum „Wir“ zu finden.

Die Vermittlung christlichen Glaubens, unter Akzeptanz  und Wertschätzung anderer Religionen, ist uns  wichtig.

Die Selbstständigkeit der Kinder wird in allen Bereichen gefördert. 

Bei regelmäßigen Naturtagen machen die Kinder vielfältige Erfahrungen und lernen dadurch die Natur zu schätzen und zu schützen.

 

Sich ausdrücken

Im Kindergarten lernen die Kinder, ihre Bedürfnisse und Meinungen verbal und nonverbal zu äußern.

Sie üben dieses in Rollenspielen, beim Malen, im Singen und anderen Kreativangeboten; dazu gehört auch, Gefühle zeigen und ausleben zu dürfen sowie die Gefühle anderer zu respektieren.

In beiden Einrichtungen finden Sprachförderangebote statt.

 

Mit anderen leben

In der Gemeinschaft erlebt das Kind, dass jeder anders ist und sein darf, gleichberechtigt ist, Anerkennung und Wertschätzung erfährt.

Es ist unser Ziel, dass die Kinder ein Gruppenzugehörigkeitsgefühl entwickeln.

Toleranz und gegenseitige Akzeptanz sind Grundhaltungen, die wir vermitteln wollen. Rituale geben dem Kind Sicherheit und Orientierung.

Zum Zusammenleben sind Regeln und Absprachen notwendig. Für das Kind bedeutet das, gegebenenfalls eigene Bedürfnisse zugunsten der Mehrheit bzw. der Gruppe zurückzustellen oder Kompromisse eingehen zu können.

Die Weitergabe von Traditionen ist uns genauso wichtig wie die Vermittlung von Umgangsformen und Werten.

Das Feiern von christlichen Festen ist für uns selbstverständlich.

 

4.2.Bildungsbereiche

Wir arbeiten mit den Kindern im Sinne des Orientierungsplanes. Dieser umfasst folgende Bereiche:

 

Körper:

- den eigenen Körper und eigene Fähigkeiten kennenlernen

- Gesundheitserziehung (Körperhygiene, gesundes Essen, Bewegung drinnen und draußen)

- Erweiterung und Differenzierung von grob-und feinmotorischen Fähigkeiten

- Bewegungsfreude fördern durch rhythmische und musische Aktivitäten    

   (Rollenspiele, Kreisspiele...)   

- positive Einstellung zum eigenen Körper

 

Sinne:

- entwickeln und ausbilden der Sinne (hören ,sehen ,riechen ,tasten und schmecken)

- eigene Ausdrucks-, Orientierungs- und Gestaltungsfähigkeit entwickeln durch                         die differenzierte Nutzung der Sinne

-durch das bewusste Umgehen mit den Sinnen erleben die Kinder einen achtsameren Umgang   mit sich selbst und anderen Menschen in Alltagssituationen

 

Sprache:

- durch Sprache die Gemeinschaft der Kinder fördern

- die Vielfalt der verschiedenen Sprachen in den Kindergartenalltag einbinden

- die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten ( singen, sprechen, bewegen,...) unsere Sprache   kennenlernen und nutzen ( z.B. verbale Konfliktlösung / Beschwerdemanagement )

- die Kinder in ihrer Sprachentwicklung fördern, nach Bedarf und Genehmigung gezielte  Unterstützung durch eine Spracherzieherin

- Kinder mit Migrationshintergrund die Möglichkeit eröffnen die deutsche Sprache zu erlernen, um am Alltag und der Gemeinschaft teilnehmen zu können

- Kindern die Möglichkeit geben erste Erfahrungen mit der „ schriftlichen Sprache“   zu machen

 

Denken:

- die Regeln / Muster / Symbole des Lebens erleben und die Gründe verstehen lernen

- durch verschiedene Gespräche / Angebote die Kinder in Überlegungen/ Ideen einbeziehen   und somit die Freude am Mitdenken fördern

- der Phantasie der Kinder Raum geben und die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten  zulassen

- das mathematische Denken ( Mengenerfassung, Zahlen, Formen,.... ) fördern

- „ W“- Fragen von Kindern werden aufgegriffen, sprachlich begleitet und nach Möglichkeit gemeinsam beantwortet

 

Gefühl und Mitgefühl:

-  die Kinder bekommen ein Bewusstsein ihrer eigenen Emotionen und Lernen

   Gefühle zu zu lassen

-  sie entwickeln ein Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegenüber anderen Menschen

   und lernen es auszudrücken, z.B. sich zu entschuldigen oder ein anderes Kind zu trösten.

-  die Kinder lernen einen natürlichen Umgang mit Tier und Natur

-  sie werden sensibilisiert für die Verschiedenheit und Bedürfnisse anderer Kinder im Kinder-

   garten  (Alter, Größe, Wissensstand – „Groß hilft Klein“)

 

Sinn, Werte, Religion:

- die Kinder entwickeln ein Vertrauen in das Leben

- wir vermitteln den Kindern christliche Werte und Grundlagen

- die Kinder hören und erfahren von Gott

- die Kinder lernen verschiedene Nationalitäten, Religionen und Weltanschauungen

   kennen.

- in einer geborgenen und sicheren Umgebung bieten wir den Kindern die Möglichkeit

  Vertrauen in das Leben und andere Menschen zu entwickeln

 

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

Ein wichtiges Anliegen sind uns die Bedürfnisse der Familien in ihrem Sozialraum.

Im Miteinander wollen wir die Vielfalt der Familien wertschätzen und die individuellen Bedarfe ernstnehmen.

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird gestärkt durch:

•          Erziehungspartnerschaft: Entwicklungsbegleitung der Kinder in gemeinsamer Erziehungsverantwortung gestalten

•          Positiver Blick auf die Eltern als Experten

•          Vielfalt der Familien wertschätzen und individuelle Bedarfe ernst nehmen

•          Familien stärken und unterstützen in ihren komplexen Herausforderungen im Hinblick auf Erziehung und Bildung

•          Ermutigung in Fragen der religiösen Erziehung

Kinder stärken (auch das Familienarbeit)

•          Im Mittelpunkt: Das Anliegen, Kinder in ihren Ressourcen und Selbstbildungspotentialen umfassend zu stärken

•          Gerechte Bildungschancen für alle Kinder durch Stärkung des Bildungsortes Familie

 

Elternabende

Im Herbst jeden neuen Kindergartenjahres findet in jeder Einrichtung ein Elternabend für alle Eltern statt. Informationen werden ausgetauscht und der Elternbeirat neu gewählt. Bei Bedarf werden weitere themenorientierte Elternabende angeboten.

 

Elternbeirat

Der Elternbeirat wird von der Elternschaft gewählt. Er dient als Bindeglied zwischen Träger / Erzieherinnen und Eltern.

 

Elternstammtisch

Auf Initiative des Elternbeirats finden in unregelmäßigen Abständen Elternstammtische statt.

 

Tür- und Angelgespräche

Oft gibt es Situationen, die einen sofortigen Austausch erfordern und sogenannte Tür- und Angelgespräche nötig machen.

Bei Bedarf finden, im Einzelfall, zusätzliche Elterngespräche statt.

 

Entwicklungsgespräche

Ein wichtiger Bestandteil sind die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche.

 

Feste / Aktivitäten

Bei Festen und Aktivitäten sind die Eltern mit eingebunden und eine willkommene Unterstützung. Die Gemeinschaft unter den Familien wird gestärkt.

 

Angebote im Rahmen des Familienzentrums (teilweise in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern, siehe Punkt 6)

Die Angebote des Familienzentrums gelten immer für alle Eltern beider Einrichtungen.    Nach Möglichkeit werden die Angebote auch im Sozialraum ausgeschrieben.

 

Eltern – Eck – Treff ( täglich )

Begegnungsort und Treffpunkt für Familien, im Foyer des Kindergartens Klosterhof.

Dort besteht bei einer Tasse Kaffee die Möglichkeit zum Austausch unter den Eltern, Informationsmaterial liegt in verschiedenen Sprachen auf, eine Erzieherin steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Hier befindet sich auch ein kleiner Flohmarkt, auf dem Artikel für Kinder (Kleidung, Bücher, Spielsachen etc.) verschenkt werden.

 

Aktive Eltern – Ecke ( monatlich )

Einmal im Monat  besuchen regelmäßig verschiedene Referenten z.B. Erlebnispädagoge, Logopäde, Kirchenmusiker, Familienhebamme, Stadtbücherei, etc. die „ Aktive Eltern – Ecke“. In ungezwungener Atmosphäre stellen die Referenten ihr Arbeitsfeld vor und geben Hilfestellungen.

Dabei ist es uns wichtig, den Eltern sehr niederschwellig erst Kontakte zu Beratungsangeboten herzustellen.

 

I – Punkt

In Zusammenarbeit mit dem Kreisdiakonieverband  Rems-Murr und der Kirchenpflege findet 14tägig im Wechsel der I-Punkt statt. Bei diesem Angebot können Familien sich in Sozial-, Ehe-, Familien-und Lebensfragen beraten lassen, sie erfahren Hilfe bei Antragsstellungen etc.

 

Fortbildungsangebote

In regelmäßigen Abständen finden verschiedene Fortbildungsangebote für interessierte  Eltern statt.

Wir bemühen uns hier Zeiten und Betreuungsangebote für die Kinder zu schaffen, die Familien entgegen kommen.

 

STÄRKE – Programm

In Zusammenarbeit mit dem Kreis-Diakonie-Verband Rems Murr Kreis konnte das Programm STÄRKE in unseren Einrichtungen angeboten werden. Die Eltern konnten an eigenen Beispielen konkrete und gezielte Lösungsvorschläge in Erziehungsfragen erhalten und erlernten ihre Sichtweise zu wechseln.

 

Sprachenrunde für Erwachsene

In Zusammenarbeit mit dem Integrationsprojekt des Bürgerschaftlichen Engagements     bietet das Familienzentrum eine wöchentliche Sprachrunde für Erwachsene an.

Ziel ist es, Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zu bieten, in der deutschen Sprache mehr Sicherheit zu erlangen.   

 

Eltern – Engagement

Wir schätzen die Ressourcen der Eltern und geben ihnen für ihr Engagement Raum und Zeit.

Durch die gelegentliche Mitarbeit der Eltern wird das Gemeinschaftsgefühl zwischen Erzieherinnen und Eltern gestärkt (z.B. Backen und Kochen im Kindergarten, Anlegen eines Barfußpfades und Balancierpfades, Anlegen von kleinen Gartenbeeten).

 

Familiennachmittage

Im Kindergarten Klosterhof  werden monatliche Familiennachmittage mit wechselnden Themen angeboten.

Dadurch werden das Gemeinschaftsgefühl und die sozialen Kontakte untereinander gestärkt.

Aktuelle Informationen bzw. Einzelausschreibungen werden an den Informationstafeln          in den jeweiligen Kindergärten ausgehängt. 

 

6. Kooperationspartner

Unser Evangelisches Familienzentrum ist dankbar für die Kooperationsbereitschaft vieler familienunterstützenden Institutionen innerhalb der Kirchengemeinde, des                      Kirchenbezirkes und der Kommune.

Durch die Vernetzung kann ein enges soziales Umfeld für Eltern und Kinder geschaffen werden.

Beide Kindergärten kooperieren seit Jahren mit:

-      beiden ortsansässigen Grundschulen

-      anderen Murrhardter Kindergärten

-      dem Kirchenbezirk Backnang

-      sozialpädagogischen Fachschulen

-      ehrenamtliche Mitarbeiter (z.B. Sing- und Vorlesepaten)

-      bei Bedarf: - Sprachheilschule

-                        - Grundschulförderklasse

                 - Förderschule

                  - Frühberatungsstelle

                  - Gesundheitsamt

                  - Sprachförderung

Das Netzwerk der Kooperationspartner wird ständig erweitert. Dabei berücksichtigen         wir die verschiedenen Sozialräume, Kulturen und Religionen der Eltern und Kindern.

Neue Kooperationspartner sind:

-      Bürgerschaftliches Engagement ( Sprachenrunde für Erwachsene )

-      Evangelischer Kreisdiakonieverband Rems-Murr ( Beratung / i-Punkt )

-      verschiedene Referenten ( „aktive Elternecke“ / Elternfortbildung)

-      DRK

-      Krankenpflegeverein Murrhardt

-      Stadtbücherei Murrhardt

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

Ein  Familienzentrum lebt durch die Teilnahme am kirchlichen und kommunalen Gemeindeleben.

In regelmäßigen Abständen berichten wir in der ortsansässigen Zeitung, im Evangelischen Gemeindebrief „ Fenster“ und auf der Homepage der Kirchengemeinde über unsere Arbeit mit den Kindern und Familien.

Weitere Informationen erhalten Interessierte über die Homepage des Familienzentrums und bei einem „Tag der offenen Tür“  der Einrichtungen.

 

8. Schlusswort Träger

Ich habe selten einen spannenderen Prozess erlebt als die Weiterentwicklung unserer beiden Kindergärten zu einem Familienzentrum. Immer noch erlebe ich uns auf dem Weg. Vernetzung, Niederschwelligkeit, Orientierung am Sozialraum, Perspektivenwechsel, Prävention, Teilhabe von Anfang an, Bildungsgerechtigkeit, systemisches Denken, all das und viel mehr charakterisiert die Arbeit eines Familienzentrums. Für uns als Kirchengemeinde ist es eine Möglichkeit unserem sozialdiakonischen Auftrag nachzukommen und nah an den Bedarfen der Familien zu sein. Dieser Prozess bedeutet auch eine große Herausforderung für alle: das pädagogische Team, die Familien, den Träger. Danken möchte ich an dieser Stelle allen, die die Herausforderung des Familienzentrums angenommen und als Chance begriffen haben, insbesondere den pädagogischen Teams, der Steuerungsgruppe, der Evang. Landeskirche in Württemberg, dem Evang. Kirchenbezirk Backnang und dem Krankenpflegeverein Murrhardt für ihre finanzielle Unterstützung. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit dem Familienzentrum auf dem richtigen Weg sind und bin weiterhin gespannt, wo uns dieser Weg noch hinführen wird.

 

Murrhardt, kurz vor dem Pfingstfest 2013

Pfarrerin Margit Bleher, geschäftsführendes Pfarramt