Klosterhof

Der Klosterhof ist der im heutigen Stadtbild immer noch sichtbare Bereich des ehemaligen Klosters. Der Bereich umfasste die Wirtschaftsgebäude und als noch engeren Bezirk die eigentliche Klausur. Der Klosterbereich war durch Mauern und Tore gegen die Stadt hin gesichert. Der Hexenturm zeugt bis heute von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Von der mittelalterlichen Klausur sind noch die Kirche und die Südseite mit Refektorium und Fürstensaal erhalten. Die anderen Teile der Klausur sind im Laufe der Zeit verschwunden, geringe Reste des Kreuzgangs werden im Carl-Schweizer-Museum aufbewahrt. Manche der alten Wirtschaftsgebäude sind noch vorhanden. Kirchlich genutzt wird die Pfarrscheuer. Neubauten im Klosterhof sind aus dem 18. Jahrhundert die Prälatur an Stelle der Neuen Abtei (Abtswohnung) und aus dem 20. Jahrhundert der Kindergarten Klosterhof.

Prälatur

Die Prälatur beherbergt heute das Pfarramt Klosterhof, die Kirchenpflege und das Gemeindebüro. Sie sitzt auf der Klostermauer auf. Das Gebäude ist ein Neubau von 1770, also aus der Amtszeit von F. C. Oetinger. An seiner Stelle erhob sich früher als Abtswohnung lange Zeit die "Neue Abtei". Beachtenswert sind die Wasserspeier. 

Alte Abtei

Die Alte Abtei besteht aus mehreren Gebäudeteilen aus verschiedenen Epochen. Rechts im Bild sieht man den mächtigen Eckturm der Klausur des Klosters. In seinem Erdgeschoß befindet sich derFürstensaal. Im oberen Stock liegt das Parlatorium, ein Besprechungsraum.

 

An den Eckturm schließt sich das Refektorium an, zu Klosterzeiten wohl der Speisesaal der Mönche. Der Fachwerkaufsatz stammt aus dem 18. Jahrhundert.

 

Ganz links gibt es einen neueren Anbau, der eine moderne Küche, Servicereinrichtungen und einen vielfältig nutzbaren Raum mit Namen Kapitelsaal enthält.

Refektorium

Das Refektorium ist ein Rest der alten Konventgebäude und diente ursprünglich wohl als Speisehalle der Mönche.

 

Auf der Südseite gibt es noch zwölf lanzettartige frühgotische Fenster aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Geringe Reste von Malerei zeugen von einstiger Farbigkeit.

 

Bei der letzten Renovierung wurde der Innenraum von Einbauten befreit und in seine ursprüngliche Offenheit zurückversetzt.

Fürstensaal

Der Name des Raums im Erdgeschoss des Eckturms der Alten Abtei geht auf die Zeit zurück, als die württembergischen Herzöge für die Jagd im Murrhardter Wald im Kloster logierten. Der Fürstensaal gibt vielen Veranstaltungen der Gemeinde großzügig Raum. Er ist durch eine mit Rankenmustern bemalte Bretterdecke vom Ende des 16. Jahrhunderts geschmückt.

Pfarrscheuer

Die Pfarrscheuer steht exponiert im Klosterhof. Sie diente lange Zeit als Lagergebäude der Klosterwirtschaft und wurde 1728 vor dem großen Stadtbrand errichtet. Heute finden viele Gruppenaktivitäten der Gemeinde darin statt. Dafür stehen im unteren Stock ein großer, darüber ein etwas kleinerer Raum zur Verfügung.

 

Im Bild sieht man den Hexenturm (um 1500) und Teile des Kindergartens Klosterhof.

Langer Bau

Der lange Bauauf der Ostseite des Klosterhofs ist ein ehemaliges Ökonomiegebäude aus der Klosterzeit, das aber nicht der Gemeinde gehört. Der Bau stammt von 1551 und begrenzte den Klosterbezirk gegen die Stadt. Links von ihm stand bis ins 19. Jahrhundert das Klostertor.