Stadtkirche

Die ehemalige Klosterkirche bildet in ihrer heutigen Gestalt eine lange Baugeschichte ab. Seit der frühromanischen Epoche gab es einen ausgeprägten Westteil. Vielleicht folgte sie darin dem Vorbild des Reichenauer Münsters, aus dem der erste Konvent stammte, und der auch das Januarius-Patrozinium mitbrachte. Sie war außerdem St. Maria und der Trinität geweiht.

 

Über mehrere Bauperioden entwickelte sich eine gotische Basilika als Doppelchoranlage. Der Chor im Westen war für das Gestühl der Mönche bestimmt, heute steht dort die Orgel. Der Chor im Osten diente als Begräbnis- und Gedächtnisort der Grafen von Löwenstein.

 

Bis zur letzten Renovierung stand der Altar in der Vierung, so dass die Gemeinde Richtung Westen saß. Von der alten Ausstattung haben sich Bildtafeln und ulmische Skulpturen erhalten, die im letzten Jahrhundert zu einem Retabel zusammengesetzt wurden. Zudem gibt es noch wenige Spuren von Wandmalereien aus der Renaissance.

 

Die Renovierung des 19. Jahrhunderts wurde bis auf die regotisierenden Fenstergestaltungen, den Altar und die Kanzel getilgt. Aus der Barockzeit ist das Oetinger-Epitaph erhalten und ein Teil der rekonstruierten grauen Ausmalung im Westteil der Kirche.

 

Romanische Überreste sind die Osttürme; an den nördlichen angebaut ist die Walterichskapelle.

 

Im Jahr 2020 wurde eine umfassende Außenrenovierung vorgenommen. Schwerpunkt der Arbeiten war die Erneuerung des durch Feuchtigkeit morsch gewordenen Dachstuhls.

 

Die Öffnungszeiten der Stadtkirche finden Sie hier.