Walterichskirche

Diese Kirche auf dem nahe gelegenen Hügel war die Leutekirche des Klosters und der Stadt, sie war Maria geweiht und trägt seit der Reformation den Namen des Klostergründers. Sie dient heute unter anderem als Friedhofskirche. Walterich wurde in einem Grab bestattet, das aus römischen Spolien zusammengesetzt wurde. Es war das Ziel einer Wallfahrt, und bis heute kommen viele Murrhardter in der Karzeit, um den Ölberg an der Außenseite der Kirche zu betrachten. Dabei handelt es sich um ein herrliches Schnitzwerk aus dem 16. Jahrhundert, welches das Passionsgeschehen darstellt.

 

Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte einige Umbauten erfahren, die sich in verschobenen Achsen des Grabs Walterichs, des spätgotischen Kirchenschiffs und des gotischen Chors zeigen Unregelmäßigkeiten, die zum Charme des Gebäudes beitragen. Der heutige Bau ist der vierte an dieser Stelle.

 

Älteste sichbare Ausstattungsstücke sind ein Tympanon mit dem Lamm Gottes und Maria (umrandet von Inschriften mit teils griechischen Buchstaben!) und ein reliefierter Stein mit dem Motiv des Löwenkampfs aus der Zeit um 1170/80. Jüngste Ausstattungsstücke sind Chorfenster, die Hans Gottfried von Stockhausen zum Magnifikat und zum Thema Taufe gestaltet hat; und die Orgel.

 

Die Öffnungszeiten der Walterichskirche finden Sie hier.

Ölberg

Von der Sebastiansbruderschaft, die sich um die Bestattung der Toten verdient gemacht hat, wurde ein geschnitzter Ölberg gestiftet. Auf gotischen Friedhöfen gehört er dazu wie die Totenleuchte und das Beinhaus. Noch heute befindet er sich in einem hölzernen Schrein an der Außenseite der Walterichskirche. An Ostern wird der Ölberg geöffnet und kommen viele Besucher nach Murrhardt, um das Kunstwerk zu bewundern.

 

Die Öffnungszeiten des Ölbergs finden Sie hier.